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Online-Training zum Thema Hürdenrennen auf Tiertraining.tv

Das Hürdenrennen mit Geruchsunterscheidung oder auch scent hudle racing hat in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum Einzug gehalten.

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45 min

Hürdenrennen mit Geruchsunterscheidung

Trainer: Pia Gröning

Was in den USA schon seit vielen Jahren praktiziert wird, findet in Deutschland und den umliegenden Ländern gerade erst Einzug.

20,00  14,99 *Details

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Hürdenrennen oder auch scent hudle racing genannt

Das Hürdenrennen mit Geruchsunterscheidung (HmG) findet als Hundesportart derzeit den Einzug in die deutschsprachigen Länder. Kein Wunder, denn es gibt kaum einen Hund, der diese Sportart nicht liebt.

Vorstellen kann man sich das wie Flyball – nur statt der puschenden Bälle wartet aus dem Bereich Nasenarbeit eine Geruchsunterscheidung am Ende der Hürden. Es gibt 4 Flyball-Hürden, die hintereinander aufgestellt werden. Hinter der letzten Hürde befindet sich eine Ablage mit 4 Hanteln darauf (oder Markierungsteller mit Holzklammern darunter).

Mensch und Hund stehen an der Startlinie. Der Hund springt ohne seinen Menschen über die 4 Hürden, sucht die richtige Hantel und apportiert sie über alle 4 Hürden zurück. Das ganze lässt sich sowohl alleine spielen als auch gegeneinander als auch in Mannschaften. 

Letztendlich gibt es noch keine verbindlichen Turnierrichtlinien. Deswegen wäre es denkbar, dass es bei Fehlern wie z.B. das Auslassen einer Hürde, das Apportieren der falschen Hantel etc. Strafpunkte gibt oder man könnte auch auf Zeit spielen.

Das Grundprinzip Hürdenrennen lässt sich beliebig abwandeln. Für Hunde, die nicht springen sollen, kann man statt der Hürden Stäbe als Tore stecken, durch die der Hund laufen soll. Man könnte es auch schwieriger machen, indem die Hürden in einem Bogen aufgestellt werden.

Hürdenrennen Grundlagen:

Der Hund wird in 3 Fächern geschult – keins davon erfordert eine besondere Geschicklichkeit seitens des Hundes:

  • Apportieren
  • Geruchsunterscheidung
  • Sprungtraining

 

Apportieren

Beim Apportieren ist es wichtig, dass der Hund den Gegenstand gerne trägt. So fest, dass er bei der Bewegung nicht aus dem Maul fällt und so soft, dass der Gegenstand nicht zerstört wird. Der Hund muss geschult werden mit Gegenstand im Maul zu springen und er sollte den Gegenstand am Ende seinem Menschen in die Hand geben. So schließt man aus, dass er den Gegenstand vor der Ziellinie oder gar in zwischen den Hürden fallen lässt.

Geruchsunterscheidung

Bei der Eigengeruch-Unterscheidung sucht der Hund den Gegenstand, der nach ihm riecht. Wenn man einen Helfer hat, der die Gegenstände auslegt ist das vom großen Vorteil, da man wirklich nur SEINEN Gegenstand anfassen darf – aber unter keinen Umständen die anderen Gegenstände. Ggf. können Grillzange oder Einweghandschuhe wichtige Helfer sein.

Auch Markierungsteller, die anfangs über die Gegenstände gelegt werden, sind wichtig, da sie den Hund animieren seine Nase einzusetzen, statt wahllos den erstbesten Gegenstand  zu apportieren. Manche Hunde sind Naturtalente. Da nimmt man z.B. eine Kastanie in die Hand und reibt sie etwas und wirft sie dann in den Haufen anderer Kastanien zurück und fordert den Hund auf zu apportieren. Der Hund wird vermutlich nach der einen Kastanie suchen, die weggeworfen wurde. Andere Hunde benötigen Hilfe, indem sie immer nur dann Lob und Belohnung erhalten, wenn sie den richtigen Gegenstand auswählen. Gleichzeitig wird durch z.B. Fuß draufstellen verhindert, dass der Hund einen falschen Gegenstand apportieren kann. Parallel zur Geruchsunterscheidung wird das Apportieren geübt und das Sprungtraining.

Sprungtraining

Beim Sprungtraining ist es wichtig, dass der Hund lernt alle vier Hürden zu nehmen ohne eine auszulassen. Erfahrungsgemäß fällt das Training den Hunden leichter, die es kennen zu einer Pylone oder einem anderen Target Voran oder Drumherum geschickt zu werden. Dann kann man in der Anfangszeit weit hinter die letzte Hürde eine Pylone als Sichthilfe aufstellen. Die Hürden beim Hürdenrennen entsprechen denen beim Flyball. Sie sind im Vergleich zu Agility-Hürden schmaler und laden anscheinend mehr ein vorbei zu laufen. 

Am besten macht man den Hund damit vertraut, indem man ihn vor einer Hürde bleiben lässt, dann slbst über die Hürde hinweg geht und den Hund über die Hürde zu sich ran ruft. Das kann man erst mit einer, dann mit zweien, dann mit dreien und zum Schluss mit allen vier Hürden üben. 

Wer keinen Hundeplatz zur Verfügung hat, der kann im Wald alternativ auch umgefallene Baumstämme oder große Äste als Hürden nutzen.

Klappt sowohl die Geruchsunterscheidung als auch das Sprungtraining einzeln gut, dann wird zuerst das Apportieren mit dem Springen kombiniert – das ist immerhin Multitasking für den Vierbeiner! Dann folgt die Kombination aus Geruchsunterscheidung und Hürdenlauf. 

Wer Turnier-Absichten hat, der benötigt nicht nur drei weitere Mensch-Hund-Teams für eine Mannschaft, sondern der sollte auch den Start und Ziellauf unter höchster Ablenkung durch andere Zwei- und Vierbeiner üben!