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Online-Training zum Thema Cavalettitraining auf Tiertraining.tv

Cavalettis sind kleine Hürden, die der Hund überwinden soll. Vordergründig dient das Training zur körperlichen Fitness.

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345 min

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Welpen-Training

Trainer: Imke Niewöhner

Der Onlinekurs richtet sich an Hundesportler, die ihrem Welpen einen freudigen Start in das „Sportler-Leben“ ermöglichen wollen.

34,90 *Details

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Cavaletti = kleines Pferd – Das Cavalettitraining kommt unbestreitbar aus dem Pferdesport.

Gemeint sind damit die „kleinen Hürden“ bestehend aus einer langen Stange mit an den Enden befestigten Holzkreuzen, die sich durch einfaches Drehen in der Höhe verstellen lassen. Inzwischen gibt es verschiedene Varianten, z.B. auch aus Kunstoff. 

Seit vielen Jahren wird das Cavalettitraining nun auch im Hundesport/-training  eingesetzt. Dabei unterscheidet sich eigentlich nur das Equipment, welches natürlich auf die Körpergröße abgestimmt wurde. Die Zielsetzung ob bei Pferden oder Hunden ist im Großen und Ganzen gleich, wobei sich im Hundetraining inzwischen eine größere Vielseitigkeit zeigt. 

Cavaletti-Training ist eine äusserst sinnvolle wie auch spassbringende Beschäftigung mit dem Hund. Zu dem ist es relativ leicht Cavaletti-Training ohne viel Aufwand im Haus wie im Garten umzusetzen. Dennoch ist es ein anspruchsvolles Training, welches nicht ohne gewisse Vorkenntnisse und Regeln zu beachten stattfinden sollte. 

Was aber genau ist Cavalettitraining? 

Cavalettis sind, wie bereits erwähnt, kleine Hürden, die der Hund überwinden soll. Vordergründig dient das Training zur körperlichen Fitness. Je nach dem welche Aufgaben der Hund dabei bewältigen soll, ist es auch zur geistigen Beschäftigung gut nutzbar. 

Schauen wir uns zuerst die körperlichen Aspekte an, die wir mit diesem Training erreichen:

  • Gangschule 
  • verbesserte Koordination
  • Kondition
  • Herz-, Kreislaufsystem wird angeregt
  • Dehnung
  • Balance
  • Gelenkbeweglichkeit
  • Muskelaufbau
  • Erhalt von Muskulatur (Sporthunde in der Winterpause z.B. ) 
  • Aufwärmtraining im Hundesport (z.B. Agility)
  • Rehabilitation nach/bei Erkrankungen am Bewegungsapparat 

Natürlich gibt es grosse Unterschiede ob ich den Hund wegen einer krankheitsbedingten Vorgeschichte, also im Zuge der Krankengymnastik nutze, oder einfach zur Fitness über die kleinen Hürden schicke. 

Art und Dauer des Trainings sollte immer an die körperliche Verfassung des einzelnen Hundes angepasst sein. Bei erkrankten Hunden bitte immer das Training mit einer Fachperson, am besten mit einem guten Physiotherapeuten bzw. einem Fachtierarzt für den Bewegungsapparat absprechen! Zur sportlichen Auslastung sollte der Hund eine Sportfreigabe vom Tierarzt haben.

Verschiedene Variationen wären hierbei: 

  • Anzahl der Cavalettis
  • Stangenhöhe (der Hund sollte immer über die Stangen laufen können, ohne dass die Beine eine Aussenrotation machen, die Gelenke sollten in der natürlichen Beweglichkeit nicht gestört werden, die Stangenhöhe ist an die Gangart anzupassen)
  • Gangart (Schritt, Schrittverlängerung, Trab, gestreckter Trab, Galopp) 
  • Dauer des Trainings
  • Häufigkeit des Trainings
  • Bewegungsrichtung des Hundes über die Stangen (vorwärts, rückwärts, seitwärts, in der Biegung) 
  • Anordnung der Stangen (Abstände zwischen den Stangen, Höhe der Stangen..) 

Grundsätzlich sollte Cavalettitraining nie auf rutschigem Boden stattfinden!

Aber man kann durchaus verschiedene Untergründe ins Training einbauen: 

  • Wiese
  • Sand
  • Teppich
  • Holzfussboden
  • Waldboden
  • Sportboden
  • bei Schrittübungen ginge auch Steinboden
  • am Seeufer/im seichten Wasser
  • Balancekissen/ Balanceigel
  • am Longierkreis
  • und so manches mehr

Zum Equipment sei gesagt, dass es inzwischen viele Möglichkeiten gibt, hier ein paar Beispiele:

  • Lochpylonen mit den passenden Stangen
  • Marke Eigenbau
  • Rundhölzer (Durchmesser richtet sich nach Größe des Hundes)
  • Dogstepper

Die Sicherheit des Hundes sollte immer Priorität haben, daher wäre es ratsam sich vorher in einem Seminar und einer Fachperson beraten zu lassen, welche Variante für seinen Hund die geeignetste wäre. 

Zur geistigen Auslastung kann man sich verschiedene Zusatzaufgaben einfallen lassen, so kann man seinen Hund wunderbar ausreichend Abwechslung im Training bieten. Hier ein paar Anregungen: 

  • Schnüffelparcour 
  • Apportieren
  • Tricks zwischen den Stangen abfragen
  • Sachen einsammeln lassen 
  • Dinge auf dem Kopf drüber balancieren